Politiker sollen auf Bürgerversammlung Farbe bekennen

Seit Jahren kämpfe ich mit dem Ortsteilrat Hochheim um die Erhaltung des Schulstandortes Hochheim mit der Maßgabe, sowohl die Grundschule als auch die Regelschule zu erhalten.

In vielen Statements von Politikern und auch in Beschlüssen des Stadtrates wurde das Anliegen unterstützt bzw. festgeschrieben. Die Beschlüsse wurden nicht umgesetzt und z. T. aufgehoben, weil die Finanzierung durch die Stadt nicht beschlossen wurde. Nach der letzten enttäuschenden, nicht eingehaltenen Zusage des Stadtrates wuchs die Idee, eine Thüringer Gemeinschaftsschule zu bilden. Vor ca. eineinhalb Jahren wurde auf Betreiben des Ortsteilrates Hochheim eine Arbeitsgruppe gebildet, die ein Konzept als Grundlage für die Thüringer Gemeinschaftsschule in Hochheim bilden soll, gegründet. Die Arbeitsgruppe hat die Arbeit erfolgreich beendet. Nun sind die Entscheidungsträger der Stadt Erfurt gefragt. Aus dem Grund titeln TA und TLZ:

Politiker sollen auf Bürgerversammlung Farbe bekennen

Hochheim: Diskussion zur Gemeinschaftsschule in Hochheim findet Ende Januar in Schmira statt. Alle Stadtrats-Fraktionen sind eingeladen

Bild: Die Grundschule in Hochheim Foto: Paul-Philipp Braun

Auf der Bürgerversammlung zur geplanten Gemeinschaftsschule in Hochheim soll die Stadtpolitik Farbe bekennen: Die Schulkonferenzen der Grund- und der Regelschule haben den Oberbürgermeister und alle Stadtrats-Fraktionen zu der Versammlung eingeladen und ihnen vorab das Konzept für die Gemeinschaftsschule sowie Fragen geschickt, zu denen die Politiker in der Versammlung Stellung nehmen sollen.

Konkret sollen die Stadträte erklären, ob sie das Konzept unterstützen und für eine entsprechende Änderung der Erfurter Schulnetzplanung stimmen würden. Da die geplante dreizügige Gemeinschaftsschule von der ersten bis zur zwölften Klasse auch Investitionen bedingt, werden die Politiker auch dazu befragt, wie und in welchem Zeitraum die Mittel für die Baumaßnahmen gesichert werden können. Neben den Schulkonferenzen laden die Ortsteilräte von Bischleben-Stedten, Frien-stedt, Hochheim, Möbisburg-Rhoda, Molsdorf und Schmira zur Versammlung ein.

Mit der Gemeinschaftsschule soll der Schulstandort Hochheim über die Grundschule hinaus gesichert werden. Eine Arbeitsgruppe aus allen Beteiligten hatte im Herbst ein Konzept für die neue Schulform vorgelegt. Demnach sollen die Schüler über mehrere Klassenstufen hinweg gemeinsam lernen und noch bis zur zehnten Klasse entscheiden können, ob sie das Abitur ablegen möchten.

Die Gemeinschaftsschule soll am 1. August starten, während zugleich die Grund- und die Regelschule aufgelöst werden. Für das neue Schuljahr sollen drei neue erste und zwei neue fünfte Klassen gebildet werden.

Nach der Einschätzung der Arbeitsgruppe werden für die Gemeinschaftsschule mittelfristig 32 zusätzliche Räume benötigt. Zudem soll die Turnhalle erweitert werden. Die Kosten werden auf sieben bis acht Millionen Euro geschätzt. Die Stadt war zuvor von Investitionen in doppelter Höhe ausgegangen.

Holger Wetzel / TA/TLZ 12.01.2017

16.01.2017 von Thomas Hartmann

Grundschule HochheimKonzept TGS Hochheim

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