Bürgerbefragung zu den Erfurter Bädern überflüssig

Nachdem am Montag bereits eine Veranstaltung im Dreienbrunnenbad zum Erhalt stattfand wurde am Freitag zu einer Podiumsdiskussion im Erfurter Rathaus das Gespräch nochmals intensiviert. Im Podium sitzen Akteure aller Seiten: Ralf Heinemann vom Bewegen e.V., Frau Weiß von der Bäder GmbH, Frau Farber-Steinfeld von der SPD, Thomas Hartman, Vorsitzender des Fördervereins Dreienbrunnebad und Ortsteilbürgermeister von Hochheim und Herr Schrader von der Bürgerinitiative Freibad Möbisburg. Geladen und moderiert wurde die Veranstaltung von Cornelia Klisch von der SPD, der das Bad ein besonderes Anliegen ist. Unter den Anwesenden Gästen waren neben Vetretern der Stadtpolitik und Presse auch interessierte Bürger und Vertreter des Fördervereins Dreienbrunnenbad.

Die Zeitung titelt:

Bürgerbefragung zu den Erfurter Bädern überflüssig

SPD kündigt an, ihren Antrag rückgängig machen zu wollen. Dreienbrunnenbad soll ein richtiges Freibad bleiben

Bild: Cornelia Klisch (vorn) moderierte den Bürgerdialog im Rathaus-Sitzungssaal. Foto: Holger Wetzel

Erfurt. Die Bürgerbeteiligung zum Bäderkonzept fällt wohl aus. Unsere Fraktion setzt sich dafür ein, dass nicht Geld für eine Bürgerbeteiligung ausgegeben wird, die keiner braucht, sagte am Freitagabend Verona Faber-Steinfeld auf einem Bürgerdialog der SPD zu den Freibädern im Süden.

Die SPD hatte die Bürgerbefragung selbst beantragt. Faber-Steinfeld bestätigte aber, dass dies in der Hoffnung geschehen sei, die Mehrheit der Erfurter könne für das Dreienbrunnenbad eine kostengünstigere Variante befürworten.

Sie bestätigte aber auch, was ihre Fraktionskollegin Cornelia Klisch gesagt hatte: Eine Flussbadestelle ist nicht realisierbar. Eine Naturbadestelle ist keine Alternative mehr, sagte Faber-Steinfeld. Definitiv nicht.

Damit entspricht der Stadtrats-Beschluss, das Dreier sei als Bad zu erhalten, wohl automatisch der Forderung von Thomas Hartmann. Unser Ziel ist der Erhalt eines Freibades zum Schwimmen unter Aufsicht, betonte der Chef des Fördervereins. Er forderte vom Stadtrat ein ganz klares Votum ein.

Die grundsätzlich harmonische Ausgangssituation führte dazu, dass bei dem Bürgerdialog weniger über Optionen diskutiert wurde als über Möglichkeiten, Kosten zu reduzieren. So wird erhofft, dass die Umwelt-Landesanstalt weiter gut mit der Stadt zusammenarbeitet. Sie will das Papierwehr am Dreier umbauen und müsste für Schäden aufkommen, die dabei dem Schwimmbecken entstehen.

Der Förderverein, jener des Möbisburger Freibades und der Kanuverein Bewegen, der die Kanustation am Dreier betreibt, wollen die SWE Bäder GmbH noch intensiver unterstützen. Bäder-Chefin Kathrin Weiß würde sich über mehr Hilfe freuen, betonte sie.

Neu stellt sich die Frage nach dem Bäderkonzept. Von den elf Varianten zur Zukunft der Bäder und Schwimmhallen in Erfurt ist nicht viel mehr übrig geblieben als der Erhalt des jetzigen Zustandes mit einer vagen Hoffnung, irgendwann im Norden der Stadt eine dritte Schwimmhalle zu bauen.

Holger Wetzel / 11.06.16 / TA

13.06.2016 von Thomas Hartmann

Cornelia Klisch (vorn) moderierte den Bürgerdialog im Rathaus-Sitzungssaal. Foto: Holger Wetzel

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