Winzerstraße und Freibad sind Aufreger

Hochheim Der Ortsteil wartet seit Monaten auf die Sanierung von Straße und Hang. Weiteres Ärgernis: Tempo-30-Zone nicht bis zur Schule

Thomas Hartmann ist seit elf Jahren Ortsteilbürgermeister von Hochheim. „Ein beliebter Ort zum Leben“, sagt der Vater von fünf Kindern, der von Beruf Architekt ist.

Bild: Thomas Hartmann engagiert sich schon lange ehrenamtlich als Ortsteilbürgermeister. Foto: B. Kummer

Etwa 2700 Einwohner hat der Ortsteil – und eine gute Infrastruktur mit Einkaufsmarkt, kleinen Läden, Gaststätten, Kleingartenanlagen. Hochheim hat Kindergärten und Schulen und beherbergt mehrere Firmen.
„Und es hat eine großartige Lage, nah bei der Stadt. Mit dem Steiger und der Ega vor der Tür.“

Die Gera prägt das Bild des Ortsteils, die ist Segen, aber zu Zeiten von Hochwassern auch Fluch für Hochheim. Vor zwei Jahren wurde durch schwere Regenfluten die Winzerstraße beschädigt – samt angrenzendem Hang, der von einer Wasserader durchzogen ist. Wegen der Gefahr von Rutschungen wurde die Straße gesperrt und Umleitungen eingerichtet. Seither wälzt sich der Verkehr durch die Poststraße, und Hochheim wartet, dass die Reparaturen beginnen.

„Das hätte keine zwei Jahre dauern müssen“, sagt Hartmann in Richtung Tiefbauamt. „Wir wurden von Monat zu Monat vertröstet.“ Baubeginn sei im September 2015, sagte gestern Amtsleiter Alexander Reintjes.

Weiteres Ärgernis: Die Tempo-30-Zone endet kurz vor der Schule. „Weil vor der Schule ein Fußgängerüberweg ist und sich beide Verkehrsregeln ausschließen“, sagt Hartmann kopfschüttelnd. Ähnlich sei die Situation an der Bushaltestelle Bischlebener Straße.

Die Gemüter im Ort erregt auch, dass das Dreienbrunnenbad dichtgemacht werden könnte. Die Stadtwerke verweisen auf nötige Millioneninvestitionen. „Die FKK-Terrasse ist schon dicht, das Wohnhaus am Bad auch“, sagt der Bürgermeister. Nur instandhalten? Oder sanieren? „In jedem Fall kämpfen sowohl Hochheim als auch Möbisburg für den Erhalt der Bäder, die beiden Fördervereine vernetzen sich.“ In naher Zukunft zu klären sei auch, wie die geplante Erweiterung der Grund- und Regelschule finanziert werde. Außerdem wünsche sich Hochheim, immerhin zweitgrößter dörflicher Ortsteil Erfurts, ein größeres Bürgerhaus.

Das wird dieses Jahr wichtig

  • Dringend erwarten die Hochheimer die Sanierung der Winzerstraße und des benachbarten Hangs. Denn dann ist ein Ende der Sperrungen und Umleitungen absehbar.
  • Außerdem kann dann die gekappte Busanbindung des Viertels Wartburgstraße/Wachsenburgweg wiederhergestellt werden.  
  • Das Tiefbau-und Verkehrsamt will 2015 auch den Hainichweg sanieren.
  • Viele Hochheimer kämpfen für den Erhalt des von Schließung bedrohten Dreienbrunnenbads, sie vernetzen sich jetzt mit den Möbisburgern, deren Bad auch bedroht ist.
  • Am ersten Septemberwochenende werden 20 Jahre Kirmes gefeiert, ein großer Umzug ist geplant.

05.05.2015 von Thomas Hartmann

Thomas Hartmann engagiert sich schon lange ehrenamtlich als Ortsteilbürgermeister. Foto: B. Kummer

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