Boses Landleben: Tanz in alter Betriebskantine

Wolf-Dieter Bose zum Neustart eines traditionsreichen Vereins

Bei uns im Dorf ist ja nicht viel los, heißt es oft unter jungen Leuten. Nur wenige Orte haben einen Jugendklub. Meist sind es die Feuerwehr und Kirmesgesellschaft, die auf dem Land Feste organisieren. Nach 14 Jahren Kirmes und 17 Jahren Karneval wagt nun der Traditionsverein in Hochheim einen Neuanfang.

Gute Ideen seien geboren, hieß es. Aber die brauchen eben ihre Zeit. Zunächst soll das Vereinsleben reaktiviert werden. Weil das Organisieren der beiden Großveranstaltungen sehr viel Zeit und Mühen gekoset hat, ist das Vereinsleben in all den Jahren doch um einiges zu kurz gekommen.

Der Start ist nun vollzogen. Mitglieder des Vereins und dessen Freunde trafen sich jetzt zu einem gemütlichen Beisammensein mit Live-Musik. Bei Videos von früheren Kirmesumzügen wurde nicht nur in Erinnerungen geschwelgt, sondern auch Künftiges besprochen.

Und weil es im Heimatort mit einem Saal äußerst schwierig ist, ging man ins Nachbardorf. Dort hatten sich vor elf Jahren 15 Leute zusammengetan und die leerstehende Kantine des früheren Feuerungsanlagenbau Bischleben mühevoll restauriert. Seitdem betreibt der Musikverein Aros nicht nur den Saal, sondern auch ein Tonstudio. Dort können junge Talente eine CD aufnehmen und müssen nicht unbedingt zu einer Castingshow.

Dem Traditionsverein jedenfalls hat der Abend gefallen. Diesmal war es eine geschlossene Veranstaltung. Wenn alles gut läuft, kann daraus im nächsten Jahr vielleicht auch mal ein öffentlicher Tanzabend werden.

Wolf-Dieter Bose / 29.05.14 / TA

02.06.2014 von Thomas Hartmann