2008-04-04_TA ega - Eingang

Plötzlich ausgesperrt

ega-Wirtschaftseingang Burg-Gleichen-Weg wurde nach der Winterschließung nicht wieder geöffnet

Über 350 Unterschriften zeuge bereits vom Protest der Anwohner im südlichen ega-Hinterland einschließlich Hochheim. Stadtrat Thomas Hutt (CDU) und Ortsbürgermeister Thomas Hartmann werden diese Montag dem Oberbürgermeister übergeben.

HOCHHEIM (ipe).
Die ega lockt direkt vor der Haustür. Doch die Tür bleibt verschlossen, nicht nur im Winter, sondern wie genau am 1. März von der Thüringer Freizeit- und Bäder GmbH (TFB) verkündet wurde - nun ganzjährig. "Ich war furchtbar enttäuscht", meint Dr. Uta Purgahn. Für ihre fünf Monate und fünf Jahre alten Kinder ist die ega vor allem der Lieblingsspielplatz. Einen anderen gibt es auch gar nicht im Wohnviertel. Und für die betagten Nachbarn war das Pflanzencafé der gut erreichbare Rentner-Kaffeetreff. Denn der Eingang Burg-Gleichen-Weg ist barrierefrei, keine Treppen, günstig für Rollator, aber auch für Kinderwagen und Tretroller. Viele Bewohner rund um den Wachsenburgweg und Wartburgstraße haben deshalb bisher Jahres- bzw. Saisonkarten gekauft. Nicht zuletzt, weil der Weg über die ega der günstigste auch zur Straßenbahn ist. Früher hatten sie sogar Schlüssel zum Gelände, gab es vier Eingänge von der Südseite, erinnerte Hochheims Ortsbürgermeister Thomas Hartmann. Dass das ega-Gelände nun gar keinen Südeingang mehr hat findet er inakzeptabel. Die Anwohner ertragen einerseits den Bau- und Veranstaltungslärm von der ega, zähneknirschend oft die ringsum zugeparkten Straßen. Andererseits sind sie von dem Park vor ihrer Nase ausgesperrt, denn die Wanderung um das gesamte Gelände zum Haupteingang - und zur Straßenbahn - ist für kleine wie alte Beine keine Alternative.  
"Wirtschaftliche Zwänge", so begründet die TFB gegenüber der CDU-Landtagsabgeordneten Marion Walsmann. Für die nötigen anderthalb Kassenkräfte würden 40 000 Euro gebraucht. Vielleicht gäbe es noch eine technische Lösung, so Stadtrat Hutt. Gemeinsam will man weiter einen Konsens zwischen ega und Anwohnern suchen.

22.01.2010 von Thomas Hartmann

EGA-Eingang mit behindertengerechtem Drehtor

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